|
Archiv.
|
Herbstreise vom 24. Oktober 2026
«Appenzellische Industrielandschaft: Fabrikunternehmen, Fabrikate und Fabrikationsstätten»
«Appenzellische Industrielandschaft: Fabrikunternehmen, Fabrikate und Fabrikationsstätten»
|
Die Herbstreise führte in den Kanton Appenzell Ausserrhoden. Auf der Hinfahrt im Car unterhielten zwei Vorträge: Hans Braun gab einen Einblick ins Leben von Berta Flückiger-Brenner (1899–1992), einer aussergewöhnlicher Frau aus dem Kanton Appenzell Ausserrhoden, die später in Solothurn lebte und wirkte. Peter Heim stellte seine Erzählung «Linas Geheimnis» vor, eine Geschichte, die im Appenzellerland spielt und auf wahren Begebenheiten beruht, Verena Schmid Bagdasarjanz las aus der Erzählung.
Die Region Appenzell Ausserrhoden erlebte seit dem ausgehenden 17. Jahrhundert eine «Industrialisierung vor der Industrialisierung». Die textile Heimindustrie legte die Basis für eine dynamische Entwicklung. Um 1750 gehörte Appenzell Ausserrhoden zu den dichtest besiedelten Gebieten Europas. Die baulichen Spuren der heimindustriellen Produktion prägen noch heute das Landschaftsbild. Im Volkskundemuseum, Stein AR, wurde ein Plattstich-Webstuhl und ein Pantograf (Handstickmaschine) demonstriert und Thomas Fuchs, Historiker und Geograf, Kurator Museum Herisau, referierte über die Bedeutung der Heimindustrie für die sozioökonomische Entwicklung der Region und über die Lebensbedingungen der Kleinbauern. Am Nachmittag besuchte die Gruppe in Herisau das Industriegebiet am Glattbach und das Industriedenkmal «Schwarzes Haus». Hier standen die «Fabrique», das Druckhaus und war die Bleichwiese, auf der Baumwolltuch im Freien gebleicht wurde. Den Abschluss bildete ein geführter Spaziergang durch Alt-Herisau u.a. zum prachtvollen barocken Wetterhaus am Platz. |
© Historischer Verein des Kantons Solothurn - Impressum